Fraunhofer Institut für SCS analysiert den europaweiten Stückgutverkehr

Die Marktbedingungen im europäischen Stückgutverkehr sind ungleich, etwa für Deutschland und Großbritannien. In Deutschland ruft die zentrale Lage Unternehmen auf den Plan, die europaweit agieren und den deutschen Markt gleich mit bedienen. Britische Spediteure haben den Nachteil, dass die ausländische Konkurrenz mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre Rückfahrten vom Inselstaat mit Rückladungen auslasten kann. In anderen Teilen Europas ist die Rückladewahrscheinlichkeit wegen ungleich fließender Mengen dagegen eher gering.

Die Vorhersehbarkeit und Transparenz von Lieferketten wird für viele Handelsunternehmen, Logistikdienstleister und Berater immer wichtiger. Deshalb haben der Chemiekonzern Altana AG und das Consultingunternehmen KPMG eine Studie über Netzwerke im Verkehr mit teilweise ausgelasteten Lkw in Auftrag gegeben. Das Fraunhofer Institut für Supply Chain Services (SCS), Nürnberg, ermittelte in seiner Studie „Less-then-truckload networks – The European market for networked based cross border goods flows“ die Warenflüsse auf Länderebene, unterteilt nach den Branchen Industrie, Lebensmittel und Chemie, und die Tonnagepotenziale auf den wichtigsten Routen. Sie zeigt auf, wo welche Güter fließen und wie hoch die Rückladewahrscheinlichkeiten sind. Die Ergebnisse wurden am 6. Mai 2015 auf der transport logistic 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt.